37 Busse, eine Mission: Weimar mobil halten

Unser Fuhrpark ist das Herzstück des Stadtverkehrs. 37 Busse bringen täglich tausende Fahrgäste sicher durch die Klassikerstadt – zur Arbeit, zur Schule, zu Goethe und Schiller oder einfach nach Hause. Von modern bis zukunftsweisend: Neben bewährten Niederflurbussen rollen seit 2023 auch emissionsfreie Wasserstoffbusse durch Weimar. Technik, die bewegt – für saubere Luft und pünktliche Verbindungen.

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Unsere moderne und zuverlässige Fahrzeugflotte besteht aus 37 Stadtbussen, die jährlich rund 8 Millionen Fahrgäste über einen Zeitraum von bis zu 21 Stunden pro Tag in und um Weimar bewegt. Während Spitzenzeiten sind 30 der 37 Fahrzeuge im Einsatz. Seit dem 10. November 2023 befördern die ersten Wasserstoffbusse unsere Fahrgäste sicher, emissionsfrei und zuverlässig von A nach B.
Unseren Fuhrpark ergänzen ein Dispatcherfahrzeug zur Störungsbeseitigung, ein Werkstattwagen, eine Zugmaschine zum abschleppen von Bussen sowie ein e-Vito welcher vorrangig für die Rufbusfahrten in den Abendstunden eingesetzt wird.

Jedes Fahrzeug wird in unserer eigenen Werkstatt gewartet, geprüft und gepflegt. Barrierefreie Einstiege, Klimaanlage und digitale Fahrgastinformation gehören zum Standard. So verbinden wir Zuverlässigkeit mit Komfort – und klassisches Handwerk mit modernster Antriebstechnologie.

Unsere Flotte im Überblick:

  • Niederflurbusse für barrierefreies Ein- und Aussteigen
  • Wasserstoffbusse – emissionsfrei mit Brennstoffzellentechnik
  • Moderne Ausstattung – Klimaanlage, Echtzeitanzeigen, USB-Ladepunkte
  • Eigene Werkstatt – Wartung und Reparatur aus einer Hand

Näheres zu unserem Wasserstoffprojekt

Täglich sind die Mitarbeitenden aus dem Bereich Werkstatt im Einsatz, um einen zuverlässigen Einsatz unserer Busse zu gewährleisten.

MAN Lions City

Baujahr:

2011 - 2019

Fahrzeugnummer:

Fahrzeugnummern:

163, 165-176

Länge:

11,98 m

Breite:

2,50 m

Höhe:

2,98 m

zul. Gesamtgewicht:

19 t

Anzahl Sitzplätze /
Anzahl Stehplätze:

34/
53

Fassungsvermögen Wasserstoffbehälter:

Leistung Brennstoffzelle:

Kapaziät Energiespeicher:

Motor:

Leistung des Elektromotors:

Leistung der Elektromotoren:

Reichweite:

Motorleistung:

280 PS

Leistung Kurbelwellen-Starter-Generator:

Speicherkapazität Ultra-Cap-Energiespeicher:

Zusatzeinrichtungen:

  • Rollstuhlrampe
  • Absenkeinrichtung rechts (Kneeling)
  • Videoüberwachung
  • Klimaanlage (ab Fahrzeugnummer 166)
  • Fahrgastzählsystem
  • Abbiegeassistent
  • 1x Fahrschulbus (Fahrzeug 176)

MAN Lions City G

Baujahr:

2011 - 2021

Fahrzeugnummer:

Fahrzeugnummern:

109, 111-126, 140

Länge:

17,98 m

Breite:

2,50 m

Höhe:

2,98 m

zul. Gesamtgewicht:

30 t

Anzahl Sitzplätze /
Anzahl Stehplätze:

47/
97

Fassungsvermögen Wasserstoffbehälter:

Leistung Brennstoffzelle:

Kapaziät Energiespeicher:

Motor:

Leistung des Elektromotors:

Leistung der Elektromotoren:

Reichweite:

Motorleistung:

360 PS

Leistung Kurbelwellen-Starter-Generator:

Speicherkapazität Ultra-Cap-Energiespeicher:

Zusatzeinrichtungen:

  • Rollstuhlrampe
  • Absenkeinrichtung rechts (Kneeling)
  • Videoüberwachung
  • Klimaanlage (ab Fahrzeugnummer 115)
  • Fahrgastzählsystem
  • Abbiegeassistent

MAN Lions City 12 EfficientHybrid

Baujahr:

2022

Fahrzeugnummer:

Fahrzeugnummern:

177 und 178

Länge:

12,18 m

Breite:

2,55 m

Höhe:

3,16 m

zul. Gesamtgewicht:

19,0 t

Anzahl Sitzplätze /
Anzahl Stehplätze:

38/
62

Fassungsvermögen Wasserstoffbehälter:

Leistung Brennstoffzelle:

Kapaziät Energiespeicher:

Motor:

Leistung des Elektromotors:

Leistung der Elektromotoren:

Reichweite:

Motorleistung:

330 PS

Leistung Kurbelwellen-Starter-Generator:

12 kW

Speicherkapazität Ultra-Cap-Energiespeicher:

40 Wh

Zusatzeinrichtungen:

  • Rollstuhlrampe
  • Absenkeinrichtung rechts (Kneeling)
  • Videoüberwachung
  • Klimaanlage
  • Fahrgastzählsystem
  • Abbiegeassistent
  • MAN EfficientHybrid-Technologie

MAN Lions City 18 EfficientHybrid

Baujahr:

2022

Fahrzeugnummer:

Fahrzeugnummern:

127 und 128

Länge:

18,06 m

Breite:

2,55 m

Höhe:

3,16 m

zul. Gesamtgewicht:

28 t

Anzahl Sitzplätze /
Anzahl Stehplätze:

41/
128

Fassungsvermögen Wasserstoffbehälter:

Leistung Brennstoffzelle:

Kapaziät Energiespeicher:

Motor:

Leistung des Elektromotors:

Leistung der Elektromotoren:

Reichweite:

Motorleistung:

360 PS

Leistung Kurbelwellen-Starter-Generator:

12 kW

Speicherkapazität Ultra-Cap-Energiespeicher:

40 Wh

Zusatzeinrichtungen:

  • Rollstuhlrampe
  • Absenkeinrichtung rechts (Kneeling)
  • Videoüberwachung
  • Klimaanlage
  • Fahrgastzählsystem
  • Abbiegeassistent
  • MAN EfficientHybrid-Technologie

Solaris Urbino 12 Hydrogen 2023

Baujahr:

2023

Fahrzeugnummer:

Fahrzeugnummern:

150 - 152

Länge:

12,18 m

Breite:

3,16 m

Höhe:

2,55 m

zul. Gesamtgewicht:

19,0 t

Anzahl Sitzplätze /
Anzahl Stehplätze:

37/
49

Fassungsvermögen Wasserstoffbehälter:

37 kg

Leistung Brennstoffzelle:

70 kW

Kapaziät Energiespeicher:

30 kWh

Motor:

zwei Radnabennahe Elektromotoren

Leistung des Elektromotors:

Leistung der Elektromotoren:

2x 125 kW (entsprechen ca. 340 PS)

Reichweite:

ca. 350 km

Motorleistung:

Leistung Kurbelwellen-Starter-Generator:

Speicherkapazität Ultra-Cap-Energiespeicher:

Zusatzeinrichtungen:

  • Rollstuhlrampe
  • Absenkeinrichtung rechts (Kneeling)
  • Videoüberwachung
  • Klimaanlage mit CO2-Wärmepumpe
  • Fahrgastzählsystem
  • Abbiegeassistent
  • beleuchtete Haltewunschtaster
  • USB-Steckdosen (USB-A und C)

Solaris Urbino 12 Hydrogen 2025

Baujahr:

2025

Fahrzeugnummer:

153

Fahrzeugnummern:

Länge:

12,18 m

Breite:

3,16 m

Höhe:

2,55 m

zul. Gesamtgewicht:

19,0 t

Anzahl Sitzplätze /
Anzahl Stehplätze:

0/
0

Fassungsvermögen Wasserstoffbehälter:

37 kg

Leistung Brennstoffzelle:

70 kW

Kapaziät Energiespeicher:

30 kWh

Motor:

ein Asynchronmotor

Leistung des Elektromotors:

220 kW (entsprechen ca. 299 PS)

Leistung der Elektromotoren:

Reichweite:

ca. 350 km

Motorleistung:

Leistung Kurbelwellen-Starter-Generator:

Speicherkapazität Ultra-Cap-Energiespeicher:

Zusatzeinrichtungen:

  • Rollstuhlrampe
  • Absenkeinrichtung rechts (Kneeling)
  • Videoüberwachung
  • Klimaanlage mit CO2-Wärmepumpe
  • Fahrgastzählsystem
  • Abbiegeassistent
  • beleuchtete Haltewunschtaster
  • USB-Steckdosen (USB-A und C)

Solaris Urbino 18 Hydrogen 2025

Baujahr:

2025

Fahrzeugnummer:

Fahrzeugnummern:

130-135

Länge:

xx m

Breite:

xx m

Höhe:

xx m

zul. Gesamtgewicht:

xx,xx t

Anzahl Sitzplätze /
Anzahl Stehplätze:

0/
0

Fassungsvermögen Wasserstoffbehälter:

xx kg

Leistung Brennstoffzelle:

100 kW

Kapaziät Energiespeicher:

60 kWh

Motor:

ein Asynchronmotor

Leistung des Elektromotors:

240 kW (entsprechen ca. 326 PS)

Leistung der Elektromotoren:

Reichweite:

ca. 350 km

Motorleistung:

Leistung Kurbelwellen-Starter-Generator:

Speicherkapazität Ultra-Cap-Energiespeicher:

Zusatzeinrichtungen:

  • Rollstuhlrampe
  • Absenkeinrichtung rechts (Kneeling)
  • Videoüberwachung
  • Klimaanlage mit CO2-Wärmepumpe
  • Fahrgastzählsystem
  • Abbiegeassistent
  • beleuchtete Haltewunschtaster
  • USB-Steckdosen (USB-A und C)

Unsere Wasserstoffbusse sind benannt nach großen Persönlichkeiten

Die Einführung der Wasserstoffbusse markiert einen bedeutenden Meilenstein in der Geschichte des Weimarer Stadtverkehrs. Die Entscheidung, sie nach wichtigen Weimarer Persönlichkeiten zu benennen, unterstreicht nicht nur den technologischen Fortschritt der Fahrzeuge, sondern auch die tiefe kulturelle Verbundenheit mit den historischen Größen der Stadt Weimar. Die Namensgebung auf genau diesen Fahrzeugen ehrt somit nicht nur das Erbe und erinnert an die innovativen Köpfe, die einst Weimar prägten, sondern ermutigt zugleich zu einer nachhaltigen und zukunftsorientieren Mobilität in und um Weimar.

Jungfernfahrt am 09.11.2023 © Stadtwirtschaft Weimar GmbH

Näheres zu den Weimarer Persönlichkeiten
Bildnachweis: Klassik Stiftung Weimar, Museen, Inv.-Nr. 0171, Foto: Alexander Burzik

Friedrich Schiller (1759-1805)
Erstmals im Jahre 1787 besuchte der bekannte Dichter Weimar und traf hier auf Christoph Martin Wieland, Johann Gottfried Herder und Herzogin Anna Amalia. Es folgten weitere Besuche in den nächsten Jahren.
Auf Empfehlung Goethes wurde er 1789 zum Professor an der Universität Jena berufen. Im selben Jahr zog er mit seiner Verlobten Charlotte von Lengenfeld nach Jena.
In den folgenden Jahren beginnt ein enger geistiger Austausch mit Goethe und vielen Besuchen in Weimar. In diese Zeit fällt auch die Herausgabe der berühmten Zeitschrift „Die Horen“.  
1799 lässt er sich mit seiner Familie in Weimar nieder, wo er 1802 in den Adelsstand erhoben wird und 1805 an einer Lungenentzündung verstirbt.

Bildnachweis: Klassik Stiftung Weimar, Museen, Inv.-Nr. 0653, Foto: Alexander Burzik

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)
Im Jahre 1775 kam Goethe auf Einladung von Herzog Carl August erstmals nach Weimar.
Er wurde in zahlreiche Regierungsämter und auch private Belange des Herzogs eingespannt.
1791 übernahm er die Leitung des Weimarer Hoftheaters.
In den folgenden Jahren begann der intensive geistige Austausch mit den anderen einflussreichen Persönlichkeiten der Weimarer Klassik, allen voran mit Friedrich Schiller, welcher in der Veröffentlichung berühmter Werke wie „Iphigenie auf Tauris“ mündete.

Bildnachweis: Klassik Stiftung Weimar, Museen, Inv.-Nr. 0534, Foto: Alexander Burzik

Anna Amalia (1739-1807)
Die Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach schuf in ihrer Wirkungszeit die Grundlage für die Entwicklung Weimars zu einem geistigen und kulturellen Zentrum.
Den finanziellen Schwierigkeiten zum Trotz förderte sie die Kunst und Wissenschaft, versuchte die Lebensumstände der ärmeren Bevölkerung zu verbessern und Weimar ein städtisches Aussehen zu geben.
Die kulturelle und musikalische Blütezeit Weimars (auch goldenes Zeitalter genannt) im späten 18. Jahrhunder ist unter anderem auf sie zurückzuführen.

Walter Gropius (1883–1969) gilt als Gründer des Staatlichen Bauhauses und als wichtiger Wegbereiter der modernen Architektur. Nach Stationen bei Peter Behrens und im Deutschen Werkbund entwickelte er die Idee, Kunst, Handwerk und industrielle Fertigung miteinander zu verbinden.

1919 wurde Gropius Direktor der Großherzoglich-Sächsischen Hochschule für Bildende Kunst in Weimar und gründete dort das „Staatliche Bauhaus in Weimar“. In seinem Bauhaus-Manifest formulierte er das Ziel eines „Baus der Zukunft“ als Gesamtkunstwerk.

Neu war vor allem die Ausbildung in Werkstätten: Künstler und Handwerker lehrten gemeinsam, Gestaltung und praktische Arbeit wurden eng verbunden. Das Bauhaus verstand Gropius als intellektuelles Labor, in dem traditionelle Grenzen zwischen Kunst, Handwerk und Architektur neu gedacht wurden.

Franz Liszt (1811-1886), Hanfstaengl, Fotographie ca. 1860

Franz Liszt (1811–1886) zählt zu den bedeutendsten Komponisten und Klaviervirtuosen des 19. Jahrhunderts. Sein Werk umfasst mehr als 1.300 Kompositionen und Bearbeitungen. Besonders prägte er die Entwicklung der Sinfonischen Dichtung.

Bereits als Kind fiel Liszt durch sein außergewöhnliches Talent auf und wurde von ungarischen Adligen gefördert. Schnell galt er als „Wunderkind“ und wurde später in ganz Europa gefeiert. Seine Konzertreisen lösten eine regelrechte „Lisztomanie“ aus.

1842 ernannte ihn Großherzog Karl Friedrich von Sachsen-Weimar-Eisenach zum „Hofkapellmeister in außerordentlichen Diensten“. Liszt verpflichtete sich, jährlich drei Monate in Weimar zu arbeiten. Später beendete er seine Laufbahn als reisender Virtuose und lebte bis 1861 in Weimar, wo er als Dirigent wirkte.

Christoph Martin Wieland (1733–1813) war einer der meistgelesenen Dichter und bedeutenden Intellektuellen des 18. Jahrhunderts. Mit Werken wie „Geschichte des Agathon“ und der ersten deutschen Shakespeare-Übersetzung prägte er den Neubeginn der deutschsprachigen Literatur maßgeblich.

1772 kam Wieland auf Einladung von Herzogin Anna Amalia nach Weimar, um ihren Sohn Carl August zu unterrichten. Nach seiner Entlassung als Prinzenerzieher lebte er als freier Schriftsteller und verfasste Erzählungen, Romane, Übersetzungen und Singspiele. Zudem gab er die Kulturzeitschrift „Der Teutsche Merkur“ heraus.

Als Aufklärer setzte sich Wieland für Bildung, Austausch und eine offene Diskussionskultur ein. Mit der „Geschichte des Agathon“ gilt er als Begründer des deutschen Bildungsromans.

1797 erwarb Wieland ein Landgut in Oßmannstedt, wo er zeitweise mit seiner Familie lebte. Nach seiner Rückkehr nach Weimar widmete er sich vor allem Übersetzungen. Er starb am 20. Januar 1813 und wurde im Park von Oßmannstedt beigesetzt.

Ottilie von Goethe (1796–1872) war die Schwiegertochter Johann Wolfgang von Goethes, Dichterin, Übersetzerin und Förderin des englisch-deutschen Austauschs.

1806 kam die in Danzig geborene Ottilie von Pogwisch nach Weimar. Dort wurde sie früh Teil der Hofgesellschaft und war regelmäßig im Haus am Frauenplan zu Gast. 1817 heiratete sie August von Goethe, den einzigen Sohn Goethes.

Durch ihre Sprachkenntnisse und ihr Interesse an Literatur öffnete Ottilie Goethes Haus für internationale Gäste. Sie wurde eine wichtige Gesprächspartnerin Goethes und wirkte an literarischen Arbeiten mit. 1827 übersetzte sie gemeinsam mit Charles des Voeux Goethes „Tasso“ ins Englische.

1829 gründete sie das mehrsprachige Journal „Chaos“, in dem Frauen und Männer anonym und gleichberechtigt veröffentlichen konnten. Damit förderte sie neue literarische Stimmen und den internationalen Austausch.

Nach Goethes Tod suchte Ottilie eigene Wege jenseits der gesellschaftlichen Erwartungen. Sie engagierte sich für moderne Kultur, reiste viel und lebte ab 1842 in Wien. 1870 kehrte sie nach Weimar zurück, wo sie 1872 starb.

Sophie von Sachsen-Weimar-Eisenach (1824–1897), geboren als Prinzessin der Niederlande, war Großherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach und eine bedeutende Förderin von Kultur und sozialem Engagement.

Die vielseitig gebildete Sophie kam 1842 durch ihre Ehe mit Carl Alexander nach Weimar. Dort knüpfte sie an die kulturellen Traditionen der Stadt an und förderte Kunst, Musik, Literatur und gesellschaftliches Leben. Auf Schloss Ettersburg empfing sie zahlreiche Künstler und Intellektuelle, darunter Hans Christian Andersen, Franz Liszt und Friedrich Hebbel.

Neben ihrem kulturellen Wirken engagierte sich Sophie stark im sozialen Bereich. Sie gründete unter anderem das Sophienhaus, eine Ausbildungsstätte für Pflegepersonal, und unterstützte Einrichtungen der Armen- und Krankenpflege.

Besonders prägte sie das literarische Erbe Weimars. 1885 erbte sie Goethes schriftlichen Nachlass und erkannte dessen Bedeutung sofort. Sie finanzierte den Bau des Goethe- und Schiller-Archivs sowie die erste große Goethe-Werkausgabe. Mit der Eröffnung des Archivs 1896 schuf sie den Prototyp eines Literaturarchivs und trug wesentlich dazu bei, Weimars kulturelles Erbe bis heute zu bewahren.

Maria Pawlowna (1786–1859) war Großherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach, bedeutende Kunstförderin und sozial engagierte Persönlichkeit. Sie prägte das kulturelle Leben und das Stadtbild Weimars nachhaltig.

Geboren wurde sie als Tochter des russischen Zaren Paul I. und Sophie Dorothee von Württemberg. 1804 heiratete sie den Erbprinzen Carl Friedrich von Sachsen-Weimar-Eisenach und kam nach Weimar. Durch diese Verbindung gewann das kleine Herzogtum politisch an Bedeutung, da es eng mit der mächtigen russischen Zarendynastie verbunden wurde.

1814 nahm Maria Pawlowna gemeinsam mit Carl August am Wiener Kongress teil. Dort erreichte Sachsen-Weimar-Eisenach die Erhebung zum Großherzogtum sowie territoriale Zugewinne. Nach dem Tod Carl Augusts wurde ihr Ehemann 1828 Großherzog und Maria Pawlowna selbst Großherzogin.